{"id":88,"date":"2014-11-05T17:52:28","date_gmt":"2014-11-05T15:52:28","guid":{"rendered":"http:\/\/srv1636.omansrv16.omanbros.com\/?page_id=88"},"modified":"2024-03-14T17:37:49","modified_gmt":"2024-03-14T15:37:49","slug":"mentalisierungsbasierte-psychotherapie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/psychotherapie-felsberger.at\/?page_id=88","title":{"rendered":"Mentalisierungsbasierte Psychotherapie"},"content":{"rendered":"<h1>MBT \u2013 Mentalisierungsbasierte Psychotherapie<\/h1>\n<section id=\"8cb309dd-e5ef-44c2-ae7a-de43346533ab\" class=\"l7Lyt css-kvun6c\">\n<div class=\"HvmIt\">\n<div class=\"vV8sE\">\n<div class=\"_6OU6x\" data-testid=\"static-text-element\">\n<div class=\"A8RBL\">\n<div class=\"\">\n<h3>Was ist Mentalisieren?<\/h3>\n<p>Mentalisieren ist die F\u00e4higkeit, sich psychische Gr\u00fcnde und Motive f\u00fcr ein Befinden oder Verhalten vorstellen zu k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen uns bestenfalls unserer eigenen Gedanken, Einstellungen, W\u00fcnsche oder Gef\u00fchle bewusst sein, die der anderen aber k\u00f6nnen wir nur erahnen, erschlie\u00dfen aber nie wirklich \u201ewissen\u201c.<\/p>\n<p>Wir mentalisieren also dann gut, wenn wir Erwartungen, Bef\u00fcrchtungen oder Emotionen neugierig hinterfragen, uns in andere hineinversetzen und verschiedene Sichtweisen einnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><b>Mentalisieren ist, mich von au\u00dfen und andere von innen betrachten k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<p>Mentalisieren ist eine notwendige Voraussetzung f\u00fcr ein gelingendes soziales Miteinander. In sehr emotionalen oder stressigen Situationen, ist das Mentalisieren besonders schwer. Dann neigen wir zum vereinfachenden (schwarz-wei\u00df) Denken, wo man dann dem Anderen bestimmte Motive unterstellt (z. B. dass ein nachdenklicher Gesichtsausdruck meines Gegen\u00fcbers eine Kritik an mir ist), voreilige Schl\u00fcsse zieht oder an fixen \u00dcberzeugungen festh\u00e4lt. So kommt es schnell zu Missdeutungen und Missverst\u00e4ndnissen, die sich wiederum negativ auf das emotionale Befinden auswirken.<\/p>\n<p>Bei anhaltenden Belastungen und psychischen Erkrankungen ist die Mentalisierungsf\u00e4higkeit immer wieder langfristig beeintr\u00e4chtigt oder stark herabgesetzt. Dadurch wird die Begegnung mit anderen Menschen zu einer st\u00e4ndigen Herausforderung.<\/p>\n<p>Die innere Welt (z.B. Gedanken, \u00dcberzeugungen, Gef\u00fchle und Phantasien) und die \u00e4u\u00dfere Realit\u00e4t werden dann in ihrer Bedeutung als identisch erlebt, z.B.: Ich habe Minderwertigkeitsgef\u00fchle und schlie\u00dfe daraus, dass ich nichts wert bin. Erschreckende innere Bilder und subjektive psychische Erfahrungen (Albtr\u00e4ume, Flashbacks, negative Gedanken, &#8230;) bekommen Realit\u00e4tscharakter.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Mentalisierungsbasierte Psychotherapie<\/h3>\n<p>In der MBT arbeiten wir gezielt daran, von den direkt beobachtbaren und unmittelbar erlebten Wirkungen eines Verhaltens Abstand nehmen zu k\u00f6nnen und nach den dahinterliegenden Motiven und Repr\u00e4sentationen zu fragen.<\/p>\n<p>Mentalisierungsbasierte Psychotherapie fokussiert auf das zwischenmenschliche Beziehungsgeschehen im Hier und Jetzt. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf das, was in der Interaktion, im Beziehungsmuster, im K\u00f6rpererleben, in den Gef\u00fchlen und Gedanken der beteiligten Personen auftaucht. Ziel ist die Erarbeitung von M\u00f6glichkeiten und Strategien zur besseren Regulation der Emotionen und des Selbsterlebens.<\/p>\n<p>Die psychotherapeutische Beziehung, vor allem das Beziehungsgeflecht in der Gruppenpsychotherapie, bietet gerade deshalb eine wichtige Chance, diese Verm\u00f6gen (wieder) zu erlangen.<\/p>\n<p>Gruppenpsychotherapie eignet sich also besonders dazu, soziale Wahrnehmung und soziale Kognition zu \u00fcben und dadurch die Mentalisierungsf\u00e4higkeit, die soziale Kompetenz und in der Folge die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<p>MBT ist besonders hilfreich bei &#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>Borderline Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/li>\n<li>chronischen Traumafolgest\u00f6rungen<\/li>\n<li>posttraumatischer Belastungsst\u00f6rung<\/li>\n<li>Essst\u00f6rungen<\/li>\n<li>psychosomatischen St\u00f6rungen<\/li>\n<li>Psychose-Erkrankungen<\/li>\n<li>Folgeerkrankungen im Zuge von ADHS und Autismus (Depression, Angstst\u00f6rungen, \u2026)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MBT \u2013 Mentalisierungsbasierte Psychotherapie Was ist Mentalisieren? 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